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FITNESS: KRAFT, AUSDAUER, ...

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Tobias Ott :: 14.12.2011 :: 13:30

Bodybuilding / Bruce Lee

Hi,

 

ich hätte da mal 2 Fragen. Ich diskutiere schon länger mit einem Freund der Karate macht, über das Thema Bodybuilding. Ist es denn euerer Meinung nach Sinnvoll Bodybuilding zu machen als Kampfkünstler? sprich 10 wiederholungen a 3 sätze, das übliche eben, oder macht es mehr sinn die zeit für  Kettenfausstöße und Tritte am Wandsack zu nutzen um dort mehr schlagkraft zu bekommen? ich mein klar bruce lee hat extrem intensiv Kraftaufbau trainiert, aber Yp Man zum Beispiel doch nicht oder?

 

meine 2. frage wäre. was hat Bruce Lee bei seinem Fitnesstraining anders gemacht als Arnold Schwarzenegger, mal abgesehen von Steroiden. Wie ist Bruce Lee da vor gegangen, wie konnte er nur so eine wahnsinns definition und unglaubliche kraft entwickeln? 

 

danke!

 

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Robert Wilson :: 14.12.2011 :: 14:21

Ich kann dir keinesfalls eine vollständige Antwort auf deine Frage geben aber vielleicht kann ich mal einen Ansatz hier reinstellen.

 

Arnold Scwarzenegger hat auf Masse und Umfang trainiert und dabei alle Muskelgruppen bis auf ein maximal Maß ausgereizt. Für Kung-Fu ist das jedoch nicht sehr förderlich, da man sich die meiste Zeit selbst mehr im Weg ist, als dass man die Muskeln wirklich benötigt.(Bizeps ist für einen geraden Schlag vollkommen im Weg und kann sogar die Maximalkraft senken(Agonist und Antagonist).

 

Bruce Lee hatte seinen Schwerpunkt auf Kraft und Kondition gelegt. Wodurch natürlich ein ganz anderer Trainingsplan entsteht. Was man bei Bruce Lee auch in vielen seiner Youtube Clips sieht ist, dass er sehr viel mit reiner Körperkraft trainiert, ohne Gewichte. 

 

Wichtig bei der ganzen Sache ist auch, dass Muskelumfang nicht gleich zu setzten ist mit Kraft!

Ich habe hier mal einen Auszug aus einem Buch über Trainingslehre:

Querschnitt:
5-10 Wdh.; 80-90% Intensität; 3-6 Sätze mit lohnenden Pausen

Intramuskuläre Koordination(Maximalkraft):
1-5 Wdh.; 85-100% Intensität; 2-5 Sätze möglichst vollst. Erholung

 

Kraftausdauer:
20-30 Wdh; 40-60% Intensität; 4-6 Sätze kurze Pausen(30sec-2min)

 

Zudem vermute ich, dass Bruce Lee ein relativ intensives Ausdauertraining hatte, weil sonst sein geringer Körperfettanteil(Definition) schwierig zu erklären wäre. 

Zu Yip Man kann ich gar nichts sagen.

 

Ich hoffe die Antwort hat ein wenig weiterhelfen können.

 

Viele Grüße,

 

Robert

 

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Robert Wilson :: 14.12.2011 :: 14:23

Die Trainingsangaben stammen übrigens aus:

Frey, G. /Hildenbrandt, E. - Einführung in die Trainingslehre - Teil 1: Grundlagen

Hofmann - Schorndorf (1994)

 

 

 

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Jochen F :: 16.12.2011 :: 08:01
Hi,

viel kann ich diesem Thema nicht mehr hinzufügen, da Robert schon alles sehr gut erklärt hat.

Wie er schon sagte, muss man wissen, was man trainieren will und wo die Ziele liegen.
Für Kampfsport denke ich, sollte man nicht zu viel Wert auf Masse und Umfang der Muskeln legen. Eher das Training in Richtung Kraft und Ausdauer auslegen.
Das Wichtigste ist jedoch, egal ob du Masse oder Kraft/Ausdauer trainierst, dass du zu dem Training den passenden Ernährungsplan hast und diesen, für den maximalen Erfolg, einhältst. Man kann sagen, dass das Training ca. 30% und die Ernährung ca. 70% ausmacht. Nur mit der richtigen Ernährung zu deinem Training kannst du am Schnellsten die Besten Erfolge erzielen.

Grüße...
Tobias Ott Profil Bild
Tobias Ott :: 19.12.2011 :: 12:41

http://www.bbszene.de/larry-scott-krafttraining-im-kampfsport.html

 

 

hier ist sehr ausführlich der Nutzen von Krafttraining im Kampfsport!!

Marvin Baiker Profil Bild
Marvin Baiker :: 20.12.2011 :: 23:41

Je nach dem was du für dich selber erreichen willst und was dir anhand der Gene mitgegeben wurde, kannst du dir ein paar Sachen aussuchen:

Oben wurde schon ein Beispiel mit Agonist und Antagonist erläutert, ich weis nicht ob du weist was das bedeutet, aber du kannst es dir an Hand von einer Art "Gegenspieler" glaub ich, am Besten vorstellen - Bizeps & Trizeps.

Ich z.B. trainiere auf Schnellkraft, das bedeutet soviel dass ich nach dem Training oder auch davor, (aber eher danach) mich nochmal an ein Wandsack stelle und so schnell wie möglich in das Teil reinhaue.
Und dann auch nur solange bist du selber merkst, bis die Schnelligkeit nachlässt. Ein guter Trizeps ist dafür da, dein Arm so schnell wie möglich zu strecken und damit auch ein Schlag auszuführen.
Sprich: Umso besser der Trizeps desto schneller dein Schlag.
Contra: Umso größer dein Bizeps (Gegenspieler) desto schwieriger wirds natürlich auch wieder den kompletten Arm nach vorne zu schwingen ;)

Fazit:
Du hast mehrere Möglichkeiten zu trainieren, je nach dem ob du Schnell, Stark, Flexibel, Robust oder Sonstiges sein willst.

Lg

Jochen F Profil Bild
Jochen F :: 11.01.2012 :: 21:46

Ich hab da mal was gefunden ich denke das wäre eine Idee für das richtige Training.

Viel Spaß damit.

http://www.youtube.com/watch?v=MWu_LXME510&sns=fb

Sifu Marcin  Mischke Profil Bild
Sifu Marcin Mischke :: 09.02.2012 :: 22:24

Hier noch mein Beitrag meine Kung-Fu Freunde.

 

In der Tat ist es so, dass wir auf Ausdauer und Kraft trainieren und nicht auf maximalen Muskelaufbau wie ein Typischer Bodybuilder. Es ist von großer Wichtigkeit, dass man Krafttraining macht und dieses mit der entsprechenden Kampfkunst/ dem entsprechenden Kampfsport verbindet. Falls das jemand bestreiten sollte wisst ihr, dass diese Person keine Ahnung vom richtigen Kampf hat.

 

Es ist ein ganz normaler Reflex, dass man in Extremsituationen wie z.B. einer Kampfsituation, in der man sich verteidigen muss, automatisch Adrenalin ausstößt. Deshalb hat man mehr Kraft zur Verfügung als gewöhnlich (Flucht oder Angriff)! Ist man also technisch, konditionell und kraftmässig trainiert und bringt diese Aspekte mit dem Adrenalin in Verbindung, hat man den perfekten Cocktail und die Party kann beginnen ;-)

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